Bunte Buttons, viel Information und ein polierter Pokal

Queer Devils auch in diesem Jahr beim Stadionfest des 1.FCK mit von der Partie

Die Queer Devils auch 2015 beim FCK-Stadionfest mit dabei (©MP)

Die Queer Devils auch 2015 beim FCK-Stadionfest mit dabei (©MP)

Traditionell veranstaltet der 1.FCK vor dem Beginn einer neuen Saison sein Stadionfest. Am gestrigen Sonntag war es wieder soweit und das Fritz-Walter-Stadion öffnete seine Tore, um den Besuchern Einblick in Bereiche zu gewähren, die man sonst nicht zu sehen bekommt und um allerlei Angebote für einen gelungenen Familientag zu bieten. So fanden die Sammlerbörse, der schon traditionelle Fanartikel-Verkauf, die vom Fanbeirat organisierte große Tombola, Fahrten mit dem 54-er WM-Bus und allerlei kleine und große Attraktionen für die kleinsten Roten Teufel auch in diesem Jahr wieder großen Zuspruch. Ein Highlight in diesem Jahr sicher die Präsentation der Replik des DFB-Pokals, die anlässlich des 25-jährigen Pokaltriumphes der Roten Teufel aus dem Jahre 1990 angeschafft wurde. Weiterlesen

Nach der Saison ist vor der Saison

Auch wenn der Saisonabschluss wenig Grund zur Freude war – immerhin können wir uns aufs Stadionfest und unseren Vereinsgeburtstag freuen. Unseren aktualisierten Kalender gibt es hier unter „Termine“.

Screenshot #157 - fck_de_de_1-fc-kaiserslautern_aktuell_news_news-details_news_detail_News_fck-sommer-fahrplan-zur-saison-201516_html - 2015-05-31Inzwischen hat der FCK seinen „Sommerfahrplan“ festgelegt, u.a. mit Terminen für Testspiele, Trainingsbeginn und Trainingslager.

Das Datum des Stadionfestes wird noch bekannt gegeben.

Außerdem weist „Der Betze brennt“ darauf hin, dass schon bald die 1. Runde im DFB-Pokal ausgelost wird!

Dort gibt es auch einen aktuellen Transfer-Ticker. Auch da geht’s jetzt wieder richtig los.

Letzter Akt eines enttäuschenden Saisonendspurts

Der 1.FC Kaiserslautern bleibt auch in der kommenden Spielzeit zweitklassig

Fanmarsch - tausende auf dem Weg zum Empfang der Mannschaft ©mg

Fanmarsch – tausende auf dem Weg zum Empfang der Mannschaft ©mg

Letzter Spieltag der Saison 2014/2015. Die Roten Teufel empfingen den designierten Zweitligameister FC Ingolstadt zum Saisonfinale. Das Fritz-Walter-Stadion ist erstmalig in der laufenden Saison restlos ausverkauft. Es gilt die letzte rechnerische Chance zu wahren, aus der Position Tabellenplatz vier noch auf den Relegationsplatz zu holpern oder gar den direkten Aufzug in Liga 1 zu nehmen. Dafür muss die Partie gegen die Schanzer aber unbedingt gewonnen werden und die beiden Konkurrenten in Darmstadt und Karlsrühe müssten gegen die abstiegsbedrohten Clubs von der Isar und vom Kiez unbedingt Federn lassen. Am Ende hat es so oder so nicht gereicht. Der FCK schafft in einem leider nur in der ersten Halbzeit hitzig und emotional geführten Match zuhause nur ein 1:1 Unentschieden gegen Ingolstadt, Die Südhessen und die Badener festigen ihre Tabellenposition mit Heimsiegen gegen den FC St. Pauli und gegen 1860 München. Weiterlesen

Vorbei ist, wenn’s vorbei ist…

Trotz Platz vier in der Tabelle, abgerechnet wird am Schluss

Das Beste was der 1.FCK derzeit hat...die Fans! Quelle: www.fck.de

Das Beste was der 1.FCK derzeit hat…die Fans! Quelle: www.fck.de

Mehr als 3.000 Fans waren aus der Pfalz und aus vielen anderen Ecken der Republik nach Sachsen gereist, um ihren FCK zu dem erhofften Sieg gegen den FC Erzgebirge Aue zu unterstützen. Aber auch im vierten Anlauf schaffte es der 1.FCK nicht drei Punkte aus dem Erzgebirge mit in die Pfalz zu nehmen. Nach einer spielerisch eher durchschnittlich bis mäßigen aber überaus spannenden Partie müssen sich die Roten Teufel erneut mit einer Punkteteilung gegen den Traditionsclub aus Sachsen zufrieden geben. Dabei wäre ein Sieg im beschaulichen Aue so wichtig gewesen, um Träume vom Aufstieg in die 1. Liga realistisch zu gestalten.

Beschaulichkeit und Gemütlichkeit, zwei Prädikate, die man als Gast in Aue durchaus mitnehmen darf. Fußballatmosphäre nach dem Modell Old School, mit Bratwurst und Steak vom Holzkohlegrill, Bier zu mehr als moderaten Preisen und einer Arena, die sich landschaftlich reizvoll ins Lößnitztal einbettet, ein wenig betagt anmutet aber dennoch mit einem sympathischen Charme daherkommt und bei manchem ganz alten FCK-Recken schemenhafte Erinnerungen an Betzenberg-Bilder aus den 1960er Jahren wecken dürfte. Weiterlesen

IDAHOT 2015 – Aktion auch in Kaiserslautern

Auch dieses Jahr organisieren die Lauterer Gruppen am 17. Mai eine IDAHOT-Veranstaltung

Sonntag, 17.05.2015, Kaiserslautern Stiftsplatz

Sonntag, 17.05.2015, Kaiserslautern Stiftsplatz

Man sollte es nicht glauben, aber es ist erst 25 Jahre her, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO)den Diagnoseschlüssel für Homosexualität aus ihrer Liste für psychische Erkrankungen gestrichen hat! Genauer gesagt, am 17.05.1990. Daher wird seit 2005 jedes Jahr zu diesem Datum der IDAHOT (International Day Against Homophobia and Transphobia) begangen. Weltweit bemühen sich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle an diesem Tag mit bunten Aktionen gegen Homophobie und Transphobie und kämpfen für mehr Rechte und mehr Akzeptanz überall auf der Welt. In vielen Ländern müssen auch heute noch Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle mit teils drakonischen Strafen rechnen, werden teilweise sogar mit dem Tode bestraft.

Mit den öffentlichen Aktionen soll einmal mehr auch an diese Situation erinnert werden. Aber auch daran, dass selbst bei uns im Alltag diese Menschen immer allzu oft Diskriminierungen vielfältigster Art ausgesetzt sind. Weiterlesen

Wenn der Kopf dominiert, werden Beine und Stimmbänder schwer

Erste Heimniederlage der laufenden Saison ausgerechnet im „Advantage-Match“

Ernüchterung und Sprachlosigkeit nach dem Abpfiff; Zimmer, Zoller, Klich, Karl (©thof, 2015)

Ernüchterung und Sprachlosigkeit nach dem Abpfiff; Zimmer, Zoller, Klich, Karl (©thof, 2015)

Es waren erst 14 Minuten gespielt. Alexander Ring setzte zu einem spektakulären Fallrückzieher an, traf den Ball wuchtig und setzte die Kugel im langen Eck in die Maschen. Die Kulisse explodierte förmlich, schrie die aufgestaute Anspannung aus dem letzten Winkel der Fußballseele in den frühsommerlichen Himmel. Doch dort drüben an der rechten Außenlinie stand dieses Männlein und signalisierte stoisch mit dem Fähnlein, dass dies kein Treffer war. Alexander Ring hatte aus klarer Abseitsposition getroffen. Der Tor-Jingle tönte noch durch’s Fritz-Walter-Stadion, Menschen lagen sich noch immer in den Armen, als die Partie schon wieder weiterlief. Nicht vom Anstoßpunkt, sondern vom Eckpunkt des Fünfmeterraumes. Erst jetzt realisierten die meisten der 45.035 Besucher, dass dieses Momentum des Glücksgefühls, dieser Augenblick der Erleichterung ein Trugschluss war. Es war genau der Augenblick in der Partie aus dem heraus man wohl am deutlichsten ablesen konnte, wie hoch die Erwartungen des Lauterer Anhangs hingen – und wie tief sie just in diesem Augenblick zu Boden fielen. Weiterlesen

„Nicht wegschauen, sondern aktiv werden“

Plötzlich prangte er auf der Startseite von FCK.de, der bemalte Kopf unseres bekanntesten Betze-Fans und Fanclub-Vorsitzenden. Ein Interview über die veränderte Wahrnehmung von Homosexualität im Stadion, aber auch über Integration und die Arbeit gegen Diskriminierung im Allgemeinen. Hier geht’s zum Artikel auf der FCK-Webseite.

Screenshot FCK.de

Screenshot FCK.de – zum ganzen Artikel: Bild klicken

 

Auch 2015 DFB-Auszeichnung mit Julius-Hirsch-Preis

Stiftungspreis setzt Zeichen gegen Diskriminierung. Bewerbung noch bis 30. Juni.

Verleihung Julius-Hirsch-Preis (Quelle: www.dfb.de)

Verleihung Julius-Hirsch-Preis (QUelle: www.dfb.de)

Seit 2005 wird durch den Deutschen-Fußball-Bund (DFB) jährlich der Julius-Hirsch-Preis verliehen. Der Verband erinnert mit der Stiftung und der jährlichen Preisverleihung an den deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892–1943) erinnert werden. Erfolgreiche Stationen seiner Fußballkarriere waren unter anderem sein Heimatverein FV Karlsruhe, mit dem er 1910 Deutscher Meister wurde. Ebenso mit der SpVgg Fürth im Jahr 1914. Hirsch spielte zwischen 1911 und 1913 siebenmal für die deutsche Nationalmannschaft. Im März 1943 wurde er vermutlich nach Auschwitz deportiert und ermordet. Das genaue Todesdatum ist unbekannt. Man hat den ehemaligen Fußballer jüdischer Abstammung 1950 für tot erklärt. Weiterlesen

Mit Gift und Galle den Heimnimbus gewahrt

Der 1.FCK trennt sich nach einer rassigen Partie 1:1 unentschieden gegen Leipzig

Stimmungsvolle Kulisse gegen Leipzig vor allem auf der Westtribüne (© thof 2015)

Laut – stimmungsvolle Kulisse gegen Leipzig vor allem auf der Westtribüne (© thof 2015)

Bereits in den frühen Morgenstunden vor der Partie gegen Leipzig wurde einmal mehr die Ablehnung der Fans des 1.FC Kaiserslautern gegen das Millionen-Projekt des österreichischen Brause-Herstellers quer durch die Pfalz sichtbar. An vielen Autobahnbrücken, entlang von Bundesstraßen, im Stadionumfeld und sogar beim Mannschaftshotel im nahen saarländischen Homburg wurden Banner und Transparente platziert, die deutlich machten, was man in der Fanszene des 1.FCK vom strategischen Kommerz-Projekt auf dem Rücken des Kulturgutes Fußball hält. Von übergroßen Spruchbändern bis ins kleine Detail wurde Unmut gegen die finanziell übermächtige Konkurrenz präsentiert. Aber auch akustisch schlug den Konzern-Vertretern Gift und Galle entgegen als sie bereits zum Warmmachen den Rasen des Fritz-Walter-Stadions betraten. Vom Anpfiff weg begleitete die Sachsen jeder Ballkontakt mit einem gellenden Pfeifkonzert. Das ist die Höllenatmosphäre, die man noch aus früheren Jahrzehnten kennt, wenn es gegen den Waldhof, gegen Mainz oder gegen die ungeliebten Bayern ging! Herrlich! Weiterlesen

Mol annerschd uff die annere geguckt – Leipzig

Wacklige Mogelpackung oder fundierte Identifikation?
Eine Annäherung an die Fanszene eines ungeliebten Projekts

Heimische Fankurve im Leipziger Stadion Quelle: www.der-betze-brennt.de

Heimische Fankurve im Leipziger Stadion
Quelle: www.der-betze-brennt.de

Am kommenden Montag gastiert Leipzig auf dem Betzenberg, Rasenballsport Leipzig, oder kurz RB Leipzig. Oder doch ehrlicherweise eher Red Bull Leipzig? Kein anderer Verein im deutschen Profi-Fußball polarisiert derzeit mehr, als das Projekt aus der sächsischen Metropole, das maßgeblich von einem Unternehmen oder besser von einer Person gefördert und gesteuert wird. Dietrich Mateschitz hat mit seinem Red Bull-Konzern seit der Vereinsgründung im Jahr 2009 bereits zweistellige Millionenbeträge in den Retortenclub investiert. In den kommenden Jahren dürften weitere Gelder folgen. Allein für den Nachwuchsbereich kursieren Zahlen zu einem Investitionsvolumen in einer Größenordnung von 30 Millionen Euro. Erklärtes Ziel ist es, den Verein in die Bundesliga zu führen und Titel zu gewinnen. Ein hohes Ziel, das angesichts der finanziellen Möglichkeiten sportlich zumindest nicht unmöglich erscheint. Seit Jahren hat sich bundesweit Protest formiert und organisiert. Fans empören sich gegen die Kommerzialisierung des Kulturgutes Fußball, insbesondere nach dem Muster Mateschitz. In den Reihen vieler Traditionsclubs aller Ligen werden Aktionen in den Kurven oder der Boykott von Auswärtsfahrten nach Leipzig organisiert. Unter anderem mit der Initiative „Nein zu RB“ hat sich eine gewichtige Stimme gegen das Brause-Projekt erhoben. Diese richtet sich vor allem gegen das Vereins-Konstrukt aber auch gegen dessen Fans und koordiniert mehrere Protest-Aktivitäten aus ganz unterschiedlichen Lagern. Wir wollen hier den Versuch wagen uns vor allem der Fanszene des Projekts mit kritischem Blick etwas zu nähern. Weiterlesen