…devor un hinnenooch… Fanclubgeschichten vom St.Pauli-Spiel

Momente und Sprüche rund um das letzte Heimspiel

...am Fanclub-Treffpunkt (©mg)

…am Fanclub-Treffpunkt (©mg)

Noch eine neue Rubrik auf unserer Webseite! Seit der Gründung des Fanclubs im Jahr 2007 ist es bei Heimspielen Gewohnheit geworden, dass sich Mitglieder, Freunde und Gönner der Queer Devils im Fritz-Walter-Stadion schon vor einer Heimpartie und vor allem nach den Spielen an einer festen Stelle im Stadion treffen. In der Nordhalle an einem der zahlreichen weißen Stehtische vor dem Stand von DaRosario haben wir seit unserem Gründungsjahr unseren angestammten Platz. So manche hitzige Diskussion wurde hier schon geführt, so manche Anekdote hat sich dort zugetragen, so manche Jubelarie haben wir dort gemeinsam begangen, so manche traurige Stunde zusammen durchgestanden und so manche drollige Begebenheit haben wir dort erlebt, an die sich alle Beteiligten auch heute noch gerne zurück erinnern. Weiterlesen

Kräftig in den Nikolausstiefel gespuckt… wieder jubeln nur die anderen

Der 1.FCK verliert mit 1:2 gegen Pauli in der Vorrunde bereits sein 5. Heimspiel

Leidenschaftlicher Einsatz, Lukas Görtler (©thof2015)

Leidenschaftlicher Einsatz, Lukas Görtler (©thof2015)

Wieder eine Heimniederlage, wieder jubeln nur die anderen. Wieder früh in Rückstand geraten, wieder Schludrigkeit und inkonsequente Defensivaktionen, die dem Gegner in die Karten spielten. Schon nach drei Minuten schien am gestrigen Sonntag alles über den Haufen geworfen, was sich Mannschaft und Trainerteam in der Woche vor der Heimpartie gegen die Kiez-Kicker aus Hamburg vorgenommen hatten. Nach einer Ecke von links landet ein Kopfstoß von Bernd Nehrig an der Latte, den Abpraller drückt Lennart Thy aufs Tor. Chris Löwe will klären, trifft das Leder nicht voll, die Kugel landet dennoch in den Maschen. Sah unglücklich und ein wenig unbeholfen aus und das war es aber auch. Aber nicht nur hinten drin, auch vorne fehlte gestern so einiges, was notwendig gewesen wäre, um dem heimischen Publikum zum 2. Advent einen gefüllten Nikolausstiefel mit auf den Heimweg zu geben. Weiterlesen

Mol annerschd uff die annere geguckt – FC St.Pauli

Das etwas andere Trikot der Kiez-Kicker aus Hamburg

Zum aktuellen Spieltag schauen wir uns den Gästeverein an, und zwar aus einem anderen Blickwinkel. Diesmal also der Kiez-Verein aus Hamburg, der am Sonntag in besonderem Stoff auflaufen wird.

Das Auswärtstrikot im Pauli-Shop: Bekenntnis zum stolzen Preis.

Das Auswärtstrikot im Pauli-Shop: Bekenntnis aus gewirktem Polyester.

Als der FC St. Pauli am Anfang der laufenden Saison sein neues Auswärtstrikot präsentierte, war es im Shop des Kiez-Vereins schnell vergriffen und musste nachproduziert werden. Das gesteigerte Interesse hatte sicher weniger mit dem Sponsor zu tun, einer Tochterfirma eines großen deutschen Telekommunikationsunternehmens, die Billig-Flats und Prepaid-Tarife anbietet. Es könnte eher am Ärmelsaum gelegen haben: Dort, wo am aktuellen Lautern-Trikot ein Rockabilly-Rallye-Streifen prangt, trägt der Paulianer auswärts einen Regenbogen. Ein deutlich sichtbares Zeichen für Offenheit und Vielfalt, und das in einer Saison, in der für Pauli ohnehin vieles zusammenläuft, wie es zusammengehört:  Erst kam Trainer Ewald Lienen, der schon immer als alter Linker bekannt war, zu dem Klub, der sich gerne als etwas andere Alternative zu anderen etablierten Vereinen versteht. Dann stellte sich der lang ersehnte Erfolg ein: Erst gelang der Klassenerhalt, und jetzt spielt der FCSP in der 2. Bundesliga wieder oben mit. Weiterlesen

Am 1.Dezember ist Welt-AIDS-Tag

Kampagne „Positiv zusammen leben“ soll mehr Akzeptanz schaffen

Kampagne "Positiv zusammen leben" (www.welt-aids-tag.de)

Kampagne „Positiv zusammen leben“ (www.welt-aids-tag.de)

Kaum eine andere Krankheit trägt weltweit ein derart gesellschaftliches Stigma, wie die Infektion mit dem HIV-Virus und dem Krankheitsbild AIDS. Nach aktuellen Schätzungen leben weltweit etwa 35 Millionen Menschen mit HIV. Nach wie vor ist die Zahl der Neuinfektionen hoch. Ungefähr 2,1 Millionen sind es jährlich weltweit davon etwa 240.000 Kinder. Seit Anfang der 1980er Jahre bis 2013 haben sich etwa 78 Millionen Menschen mit HIV infiziert. 39 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben. Mit 70% aller Neuinfektionen ist Afrika südlich der Sahara am stärksten betroffen. Allerdings steigen auch in anderen Regionen die Zahlen an. Besonders in Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen, 2013 allein um 110.000. In Deutschland in 2014 um rund 8%. Insbesondere in Entwicklungsländern haben längst nicht alle betroffenen Menschen Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Auch in Deutschland. Hier leben heute rund 80.000 Menschen mit HIV. Etwa 30.000 Menschen sind seit Entdeckung des Erregers in den 1980er Jahren bisher in Deutschland an den Folgen von Aids gestorben. Weiterlesen

Vom bitteren Höllenritt zum Euphorie-Tsunami

Die Roten Teufel drehen Auswärtspartie in Fürth

Knoten geplatzt, Kacper Przybylko markiert das 1:2 (www.der-betze-brennt.de)

Knoten geplatzt, Kacper Przybylko markiert das 1:2 (www.der-betze-brennt.de)

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten Akteure und Fans des 1.FCK am gestrigen Abend in Fürth. Nachdem die Mannschaft von Konrad Fünfstück in der ersten Halbzeit nach einer unterirdischen Leistung bereits 0:2 hinten lag, drehte die Truppe mit einer wuchtigen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei die verloren geglaubte Partie. Vier Tore binnen knapp 20 Minuten sorgten für einen Euphorie-Tsunami im Lager der Lauterer, während die Fürther Heimmannschaft nach dem Abpfiff fast demoralisiert das Feld verlies. Ein Auswärtssieg für die Moral, für den Kopf, für den Jahresendspurt, für die Tabelle, für die Stimmung, für die Fans. Dennoch ist Bescheidenheit angesagt. Davon zeugt auch die Selbstkritik des gesamten Teams, das durchaus weiß, wie nah man gestern beim Gastauftritt im Frankenland am Abgrund einer Demütigung entlang geschrammt war. Nach den durchwachsenen und wechselhaften Leistungen der letzten Wochen und Monate waren leider auch nur knapp 1.000 Fans am Freitag mit nach Fürth gereist, die aber über 90 Minuten für einen erstklassigen Support sorgten und letztlich belohnt wurden. Weiterlesen

Triste Flaute an allen Fronten

Eine Nachbetrachtung nach erneutem Heim-Unentschieden

Westtribüne wieder mit großen Lücken (Quelle: www.der-betze-brennt.de)

Westtribüne wieder mit großen Lücken (Quelle: www.der-betze-brennt.de)

Gähnend leer wirkte das Fritz-Walter-Stadion am vergangenen Sonntag. Offiziell gerade mal 26.501 Besucher verloren sich gegen den FSV Frankfurt im Fußballtempel am Betzenberg. Obwohl der FCK seine treuen Fanclubs im Vorfeld großzügig mit Freikarten ausgestattet hatte. Zumindest optisch eine dürftige Kulisse gegen einen nicht allzu attraktiven Gegner. Zweitliga-Alltag eben. Die träge und zähe Quittung für die in dieser Saison in fußballerischer Hinsicht vor allem vor heimischem Publikum gebotene Tristesse. Da mochten sich die Protagonisten auf dem grünen Rasen gefühlt nicht lumpen lassen und lieferten einmal mehr eine Kost ab, die während der 90 Minuten ein Spiegelbild dessen war, was ein Blick auf die Tribünen suggerierte. So reichte es am Ende auch nur zu einem 1:1 Unentschieden. Zu wenig für das, was man sich nach der zweiwöchigen Länderspielpause und einer intensiven Vorbereitung vorgenommen und ausgerechnet hatte. Zu wenig für die Anhängerschar in der Pfalz und weit über deren Grenzen hinaus, die im vierten Jahr der Zweitligazugehörigkeit offensichtlich zunehmend die Lust am Stadionbesuch verliert, wenn man sich die Entwicklung der Zuschauerzahlen anschaut. Weiterlesen

Willkommen im Abstiegskampf

Der 1.FCK verliert mit 0:2 gegen Bielefeld – dritte Heimspielniederlage der Saison

Am Boden - Marcel Gaus gestern auch ohne Fortune (©thof)

Am Boden – Marcel Gaus gestern auch ohne Fortune (©thof)

Der 1.FCK hat vor 24.184 Zuschauern auch sein Heimspiel gegen Aufsteiger Bielefeld mit 0:2 verloren. Die vierte Pflichtspielniederlage in Folge! Der FCK befindet sich nach der gestrigen Niederlage gefühlt im freien Fall. Zuletzt gab es eine so beunruhigende Negativserie im Frühjahr 2012, als man nacheinander zuhause gegen Köln (0:1), in München gegen den FC Bayern (2:0), dann zuhause gegen Gladbach (1:2) und dann bei der bitteren 0:4 Pleite beim Rheinland-Pfalz-Rivalen in Mainz unterlag. Der Rest der Geschichte ist hinlänglich bekannt. Allerdings wurde diese bittere Niederlagenserie noch in der ersten Bundesliga unter Marco Kurz in die Annalen gemeißelt. Jetzt grüßt der Tabellenkeller in Liga 2! Selbst in der Katastrophensaison 2007/2008, als eine Rettung vor dem Absturz in die Drittklassigkeit erst am letzten Spieltag zuhause gegen Köln abgewendet werden konnte, gab es keine solche Serie. Wohlgemerkt, eine Negativserie ohne irgendetwas Zählbares an Punkten und eben auch Toren. Letzteres im Moment die bitterste Erkenntnis. Die Jungs im roten Dress treffen einfach das Tor nicht mehr. Jedes der letzten vier Spiele ging ohne eigenen Torerfolg verloren. Weiterlesen

Mit Sturmflaute und ohne Aufbäumen das Aus im Pokal

Der 1.FCK verliert zum zweiten Mal 0:1 nach Eigentor

Erfolglos - Kacper Przybylko (Quelle: www.der-betze-brennt.de)

Erfolglos – Kacper Przybylko (Quelle: www.der-betze-brennt.de)

Bei der gestrigen Pokalpartie beim VfL Bochum musste der 1.FCK bereits in der zweiten Runde des Wettbewerbs die Segel streichen. Nach einem unglücklichen Eigentor von Chris Löwe (67.) musste sich das Team von Konrad Fünfstück vor 18.514 Besuchern im Stadion an der Castroper Straße gegen den VfL Bochum mit 0:1 geschlagen geben. Damit verloren die Roten Teufel unter den Augen von rund 2.000 mitgereisten FCK-Fans unter dem neuen Trainer das dritte Pflichtspiel in Folge jeweils zu Null! Im Vergleich zur Partie in Karlsruhe hatte die Truppe in Bochum zwar sichtbar mehr Einsatz gezeigt und auch eine solidere und diszipliniertere Abwehrleistung präsentiert. Allerdings brachte die Mannschaft nach vorne nicht das auf den Rasen, was notwendig ist, um ein Fußballspiel und erst Recht nicht ein Pokalspiel zu entscheiden. Offensivdruck, ein Drängen auf einen Ausgleich sehen anders aus. Lediglich in den Schlussminuten war so etwas wie ein Stemmen und ein Aufbäumen gegen die sich anbahnende Niederlage zu verzeichnen. Dies ist sprichwörtlich mit „Blick nach vorne“ zu wenig, wenn man auch in den kommenden Wochen im Ligaalltag bestehen will. Weiterlesen

Leidenschaftslos, emotionslos, planlos, chancenlos

Der 1.FCK unterliegt mit schlechtester Saisonleistung im Südwestderby

Gut gefüllt. Rund 4.500 Fans folgten dem FCK  in den Wildpark (Quelle dbb.de)

Gut gefüllt. Rund 4.500 Fans folgten dem FCK in den Wildpark (Quelle: www.der-betze-brennt.de)

Für die FCK-Fans das Spiel des Jahres im Termin-Kalender. Das Derby beim badischen Rivalen in Karlsruhe. Gut 4.500 Fans begleiteten die Roten Teufel über den Rhein und sorgten für eine stolze Kulisse in der Gästekurve. Was sie geboten bekamen, war indessen schauerlich! Mit 2:0 unterlag der 1.FC Kaiserslautern vor 22.963 Zuschauern im Wildparkstadion. Eine verdiente Niederlage! Ohne Wille, ohne Leidenschaft, ohne Biss und ohne Bindung zum Spiel lieferte der FCK über 90 Minuten das bislang wohl schlechteste Saisonspiel ab und verhalf damit dem taktisch hervorragend eingestellten KSC erstmals seit 9 Jahren gegen die Roten Teufel wieder einen Sieg einzufahren. Derby-Charakter aus Sicht der Lauterer hatte die Partie mit vielen vollmundigen Bekundungen aus den Reihen des Pfälzer Traditionsvereins bestenfalls im Vorfeld und mit der Kulisse auf den Rängen, von der allerdings spätestens nach dem zweiten Karlsruher Tor zu Beginn der zweiten Halbzeit nur noch betretendes Schweigen wahrzunehmen war. Der Gästemannschaft fehlte es am gestrigen Nachmittag an so vielem, wenn nicht gar an allem was notwendig wäre, um ein Fußballspiel zu dominieren oder gar erfolgreich zu gestalten. Erst Recht um die hohe Hürde eines traditionsreichen Derbys für sich zu entscheiden. Weiterlesen

Auch im vierten Anlauf kein Dreier am Hardtwald

Der 1.FCK verliert trotz engagiertem Spiel knapp mit 1:0

Sorgte mehr als einmal für Aufregung - Schiri Thorsten Schriever (Quelle: dbb.de)

Sorgte mehr als einmal für Aufregung – Schiri Thorsten Schriever (Quelle: dbb.de)

Der 1.FCK kann in Sandhausen wohl nicht gewinnen. Das war ein überwiegend geäußerter Tenor in den Reihen der zahlreichen Fans der Roten Teufel, die gestern zum Hardtwald-Stadion gepilgert waren. Konrad Fünfstück war nunmehr der vierte Trainer, der sich anschickte, drei Punkte aus Sandhausen zu entführen. Lediglich unter Franco Foda (Saison 2012/2013) und Kosta Runjaic (Saison 2014/2015) gelang es den Roten Teufeln wenigstens einen Zähler einzutüten. Interimstrainer Oliver Schäfer in der Saison 2013/2014 und Konrad Fünfstück bei der gestrigen Partie gingen gänzlich leer aus. Dabei hatte der FCK in keiner der vorangegangenen Gastspiele die Heimmannschaft derart dominiert wie am gestrigen Abend. Trotz engagiertem Spiel, klarer Feldüberlegenheit sowie deutlichem Chancenplus gelang es den Roten Teufeln nicht, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Mehr noch, ein unglückliches und in seiner Entstehung fragwürdiges Eigentor von Stipe Vucur sorgte letztlich für die knappe Entscheidung für den SV Sandhausen, der nun als (vorübergehender) Tabellendritter als Überraschungsmannschaft der bisherigen Zweitligasaison gewertet werden darf. Während der FCK in punkto Ertrag immer noch seinen eigenen Ansprüchen hinterher läuft. Weiterlesen