Vom Anfang bis zum Ende Pipi in den Augen

Ein Tag voller Emotionen – der 1.FCK sichert am letzten Spieltag mit einem Heimsieg die Klasse

Beeindruckende Choreographie der Frenetic Youth vor dem Anpfiff (Foto: Thomas Füssler)

Beeindruckende Choreographie der Frenetic Youth vor dem Anpfiff (Foto: Thomas Füssler)

Es waren nicht nur die 90 Minuten auf dem Platz, die in Kaiserslautern am gestrigen letzten Spieltag der zweiten Liga für viele Emotionen sorgten. Schon Stunden vor dem Anpfiff war die Stadt am Fuße von Deutschlands legendärem Fußballberg angefüllt von einem greifbaren Knistern. Bereits am frühen Vormittag waren überall teufelsrote Tupfer in den Gassen der Altstadt und rund um den Stiftsplatz zu sehen. Tausende Fans folgten dem Aufruf der Ultra-Gruppen, sich nahe der Stiftskirche zu sammeln und sich einem Fanmarsch zum Stadion anzuschließen, um an der Auffahrt zum Betzenberg für den Mannschaftsbus Spalier zu stehen. Ein Gänsehautgefühl, das auch einige der Profikicker im Dress der Roten Teufel tief beeindruckte. Aber auch im Stadion zelebrierten die Fans des 1.FCK schon vor dem Anpfiff, während der spannenden Partie sowie lange nach Spielende zahlreiche Momente, die unter die Haut gingen. Dabei ging es gestern nicht etwa um Titel, einen Pokal oder eine Chance zum Aufstieg. Es ging letztlich nur darum, die drohende Relegation und die Gefahr des Abstiegs in die sportliche Drittklassigkeit zu vermeiden und die damit verbundene Voraussetzung, den Traditionsverein auch wirtschaftlich in der kommenden Saison am Leben zu erhalten. Weiterlesen

Umgangskultur verlangt mehr gegenseitigen Respekt

Lebhafte Gesprächsrunde bei der gestrigen Podiumsdiskussion am Betzenberg

Podiumsteilnehmer,von links, Sven Wolf, Raphael Holzdeppe, Moderator Holger Schröder, Martin Wagner, Horst Konzok (Foto: 1.FC Kaiserslautern )

Podiumsteilnehmer,von links, Sven Wolf, Raphael Holzdeppe, Moderator Holger Schröder, Martin Wagner, Horst Konzok (Foto: 1.FC Kaiserslautern )

Im Rahmen der PRIDE WEEK KL 2017 hatten die Queer Devils und der 1.FC Kaiserslautern am gestrigen Abend in den Presseraum des Fritz-Walter-Stadions zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Moderator Holger Schröder (RPR1.) diskutierte mit dem Stabhochsprungweltmeister Raphael Holzdeppe, dem Ex-Fußballprofi und Deutschen Fußballmeister Martin Wagner, Rheinpfalz-Redakteur Horst Konzok und mit Sven Wolf, dem Ansprechpartner Homosexualität beim Badischen Fußballverband und Mitglied der AG Vielfalt beim DFB über Entwicklungen der Umgangskultur im Profisport. Immerhin fast 60 Besucher lauschten bei der gelungenen Veranstaltung den Erfahrungen, Erlebnissen und Sichtweisen der Akteure am Mikrofon, ehe im Anschluss noch eine lebhafte Publikumsdiskussion entstand. Weiterlesen

Ein bitterer Dämpfer im Abstiegskampf

Der 1.FCK verliert sein vorletztes Heimspiel gegen den FC St.Pauli

Enttäuschung nach dem Abpfiff, Daniel Halfar und Torschütze Marcel Gaus (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Enttäuschung nach dem Abpfiff, Daniel Halfar und Torschütze Marcel Gaus (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Eine stolze Kulisse gestern Abend. Immerhin 35.781 Besucher wollten das Heimspiel des FCK gegen den FC St.Pauli sehen, wollten miterleben wie sich die Roten Teufel im Abstiegskampf befreien und im Kampf gegen den drohenden Abstieg in Liga 3 einen entscheidenden Schritt machen. Am Ende  Enttäuschung und Ernüchterung. Die Kiezkicker hatten sich mit einer überzeugenden Leistung und über die gesamte Spieldauer auch verdient die big points gesichert und mit nach Hamburg genommen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit markierte Aziz Bouhaddouz kurz nach Wiederanpfiff per Kopf das 0:1 (49.). In der 69. Minute machten die Gäste nach einem blitzsauber herausgespielten Konter durch Christopher Buchtmann den Deckel drauf und erhöhten auf 0:2. Der Anschlusstreffer von Marcel Gaus in der 90. Minute kam letztlich zu spät. Der FCK bleibt mit 38 Punkten weiter auf Rang 12, könnte rechnerisch bis zum Ende des Spieltages noch auf den 14. Tabellenplatz abrutschen, während St. Pauli sich mit dem gestrigen Dreier und nunmehr 41 Punkten seiner Abstiegssorgen entledigt hat. Weiterlesen

Der Derbysieg war noch lange nicht die Rettung

Der 1.FCK gewinnt mit einem über weite Strecken pomadigen Spiel in Karlsruhe – KSC steigt ab

Heimatmosphäre - rund 5.000 Anhänger in rot und weiß waren dem FCK in den Wildpark FCK-Heimspiel gefolgt (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Heimatmosphäre – rund 5.000 Anhänger in rot und weiß waren dem FCK in den Wildpark gefolgt (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Theoretisch und rechnerisch kann der 1.FC Kaiserslautern am Ende der Saison sogar noch auf Platz 5 in der Tabelle klettern. Wenn man alle eigenen noch ausstehenden Partien gewinnt und die Konkurrenz mitspielt. Theoretisch und rechnerisch kann der 1.FC Kaiserslautern aber auch noch auf Platz 17 abrutschen und direkt absteigen! Wenn man nämlich alle noch ausstehenden drei Partien verliert und die Konkurrenz gleichzeitig entsprechend punktet. Vor diesem Hintergrund war der gestrige Sieg im Derby gegen den Karlsruher SC zwar wichtig, aber auch nur ein kleiner Schritt im Saisonendspurt. Gegen die noch kommenden Gegner sollten sich die Roten Teufel allerdings hüten nochmal eine derartig lethargische und pomadige Spielweise wie über weite Strecken der ersten Halbzeit gestern im Wildparkstadion an den Tag zu legen. Im Abstiegskampf sind höchste Konzentration, Einsatzwille, Leidenschaft und Aggressivität gefragt und das vom Anpfiff bis zum Abpfiff einer Partie. Ein Spaziergang werden die drei verbleibenden Spiele ganz sicher nicht, da auch die kommenden Gegner FC St.Pauli, Erzgebirge Aue und sogar der 1.FC Nürnberg, der am letzten Spieltag am Betzenberg gastiert, mitten im Abstiegsschlamassel stecken oder zumindest gefährdet sind. Weiterlesen

Fast auf ganzer Linie neuen Anstrich verpasst

Im Jubiläumsjahr nehmen die Queer Devils einen Tapetenwechsel vor

Das ist es - das neue Logo der Queer Devils!

Das ist es – das neue Logo der Queer Devils!

Wenn man zehn Jahre in der gleichen Wohnung lebt, tut gelegentlich mal ein Tapetenwechsel gut. Das gilt auch für die Außendarstellung eines Vereins oder Fanclubs. Daher wird es mit einem neuen Anstrich jetzt allerhöchste Zeit. Pünktlich zum Beginn der PRIDE WEEK KL präsentieren die Queer Devils ein neues Logo. Aber damit nicht genug. Es kommen noch einige weitere neue optische Highlights. Alles neu macht der Mai? Zumindest was den Zeitpunkt betrifft, mag das stimmen. Aber weit gefehlt. Hinter den Neuerungen steckt ein langer, teilweise zäher Prozess, der schon vor knapp einem Jahr begann und nun auf die Zielgerade geht. Weiterlesen

Dreckiges Spiel durch Gastgeschenk entschieden

Der FCK kommt in einer emotionalen Partie mit einem Dreckstor zu einem Zittersieg

Großer Rückhalt und wichtiges Pfund im Abstiegskampf, die fans des 1.FCK (Foto: Thomas Füssler)

Großer Rückhalt und wichtiges Pfund im Abstiegskampf, die Fans des 1.FCK (Foto: Thomas Füssler)

Als Schiedsrichter Martin Petersen am Freitag nach 90+2 Minuten die Partie zwischen dem 1.FC Kaiserslautern und dem TSV 1860 München abpfiff, sanken einige Akteure auf den Rasen. Die einen aus Enttäuschung, die anderen aus Erleichterung. Insbesondere die Fans aus dem Lager des 1.FCK ereilte vor allem das Gefühl der Erleichterung. Nicht viel weniger als Spieler und Verantwortliche beim Pfälzer Traditionsclub. Der 1.FCK hatte in einem spannenden, aber über weite Strecken auch krampfhaft dreckigen Spiel, drei enorm wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg aus der zweiten Liga ertrotzt. In einem von vier sogenannten Endspielen gegen direkte Mitkonkurrenten um die Plätze oberhalb des Strichs. Symptomatisch für die laufende Saison, der einzige Treffer des Abends gelang nicht etwa einem FCK-Akteur. Die Lauterer Offensive erzielte in 30 Spielen bis dahin nur 23 Treffer. Eine grottenschlechte Quote! So markierte den entscheidenden Treffer des Abends Christian Gytkjaer in Diensten der Löwen. Durch ein blitzsauberes Eigentor. Weiterlesen

Erleichterung und Aufatmen rund um den Betzenberg

Rote Teufel treffen wieder, 2:0 Heimsieg gegen Fürth

Jubel nach dem zweiten Tor, Torschütze Christoph Moritz inmitten seiner Kollegen (Foto: Thomas Füssler)

Jubel nach dem zweiten Treffer, Torschütze Christoph Moritz inmitten seiner Kollegen (Foto: Thomas Füssler)

Ein gewaltiger Druck lag fühlbar in der Luft, als gestern der 1.FCK und Greuther Fürth den Rasen des Fritz-Walter Stadions betraten. Vor allem bei den Lauterer Fans unter den (leider nur) 21.812 Besuchern. Wer im Vorfeld der Partie im Stadionumlauf unterwegs war, um ein wenig Stimmungsbilder einzufangen, bekam wenig trotzige Entschlossenheit mit. Da schwangen in vielen Dialogen eher Skepsis, Pessimismus und düstere Prognosen bei jenen mit, die sich innerlich auf das so wichtige Heimspiel zum Ende der englischen Woche vorbereiteten. Am Vorabend war der 1.FCK durch die Auswärtssiege von St.Pauli und Arminia Bielefeld bereits auf den Relegationsplatz abgerutscht, ohne auch nur einen einzigen Ball selbst gespielt zu haben. So gingen auch die Akteure im roten Trikot mit einem gewissen mulmigen Gefühl in die Partie. Das Tabellenbild sprach Bände und die Jungs von Norbert Meier waren sich der brenzligen Situation im Abstiegskampf durchaus bewusst, wie nach Abpfiff der gestern überragend spielende Christoph Moritz attestierte. Doch Jaques Zoua (20.) und Christoph Moritz (39.) legten mit zwei sehenswerten Treffern bereits im ersten Durchgang den Grundstein für den wichtigen sechsten Heimsieg der Saison. Weiterlesen

Ein Erfolg lag greifbar auf dem Silbertablett

Rote Teufel verpassen Sieg in Bochum – Jaques Zoua vergibt Elfmeter

Jaques Zoua vergebibt einen Strafstoß. Eine Schlüsselszene (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Jaques Zoua vergebibt einen Strafstoß. Eine Schlüsselszene (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Bereits zum sechsten Mal in der laufenden Saison gingen die Roten Teufel mit einem torlosen Remis vom Platz. Das ernüchternde 0:0 gestern Abend beim VfL Bochum ist bereits das elfte Unentschieden in dieser Spielzeit. Der zweithöchste Wert in Liga zwei. Ein Remis mehr hat nur der VfL Bochum, der allerdings vor dem FCK in der Tabelle rangiert. Dabei hatten die Jungs von Norbert Meier gestern hinsichtlich Laufbereitschaft, Kampf und Einsatzwille eine gute Partie abgeliefert. Die Mannschaft trifft nur eben das Tor nicht. Ganze 20 Treffer bis zum 27. Spieltag sprechen Bände. Das sind im Grunde Statistikwerte, die einen Abstiegskandidaten kennzeichnen. Die größte Chance vergab gestern Jaques Zoua, der in der 21. Minute einen Strafstoß ausführte, nachdem zuvor Osayamen Osawe im Sechzehner gefoult wurde und diesen kläglich vergab. Mit einem erbärmlich schwachen Schuss vom Punkt lieferte Jaques Zoua so ein Spiegelbild der derzeitigen Situation. Weiterlesen

Männer mit Pfeife und Maske entscheiden das Spiel

Eintracht Braunschweig entführt glücklich drei Punkte vom Betzenberg

Couragierter Einsatz; Christoph Moritz im Duell mit EX-FCK-Spieler Hendrick Zuck (Foto: Thomas Füssler)

Couragierter Einsatz; Christoph Moritz im Duell mit EX-FCK-Spieler Hendrick Zuck (Foto: Thomas Füssler)

Der Druck wird höher, die Abstiegsängste größer. Nach der unglücklichen Niederlage am gestrigen Sonntag rangieren die Roten Teufel unverändert auf Rang 14 der Zweitligatabelle. Wobei der Abstand nach unten immer dünner wird. Die Mannschaft hat gestern ein couragiertes Spiel gezeigt, hat mit viel Moral, einer vorbildlichen kämpferischen Leistung, einem läuferisch hohen Aufwand die gegenüber dem ambitionierten Aufstiegskandidaten aus Niedersachsen spielerischen Defizite kompensiert. Vor allem in der zweiten Halbzeit war Lautern die klar bessere Mannschaft, hatte zumindest qualitativ das Chancenplus auf seiner Seite. Dennoch entschieden die Löwen aus Braunschweig die Partie für sich. Auch weil dem Gespann mit Pfeife und Fähnchen ein kapitaler Fehler unterlaufen war und nach einem klaren Handspiel im Strafraum dem Gastgeber einen Handelfmeter verwehrte. Weiterlesen

Das landesweite Regenbogen-Netzwerk wächst weiter

QueerNet Rheinland-Pfalz erhält Zuwachs und wählt neues Vorstandsgremium

Die Mitglieder von QueerNet Rheinland-Pfalz tagten am Wochenende in Mainz

Die Mitglieder von QueerNet Rheinland-Pfalz tagten am Wochenende in Mainz

Am vergangenen Wochenende waren die Queer Devils nicht nur in Augsburg beim QFF-Arbeitstreffen präsent. Wir waren auch mit zwei Vertretern aus unseren Reihen zu der halbjährlichen Mitgliederversammlung von QueerNet Rheinland-Pfalz nach Mainz gereist. Dorthin waren Vertreter von 17 Mitgliedsorganisationen des Regenbogen-Netzwerkes QueerNet Rheinland-Pfalz der Einladung zur jährlichen Frühjahrstagung gefolgt. Zwei Tage lang debattierten die Delegierten in Sichtweite zum Rhein, wo neben Berichten zu den Aktivitäten der letzten Monate auch Strategien und Initiativen für das Wahljahr 2017 diskutiert und gemeinsam auf den Weg gebracht wurden. Mit der Aufnahme des Vereins zur Förderung des Koblenzer Christopher Street Days e.V. und des Bundesverbandes Intersexuelle Menschen e.V. haben die queeren Aktivisten einstimmig zwei weitere Mitstreiter in ihre Reihen aufgenommen. Wir wachsen also weiter. Zuwachs erhielt auch das Vorstandsgremium bei der anstehenden Neuwahl.

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