Ratlosigkeit, Verunsicherung und tiefer Frust

Der 1.FCK verliert zuhause 0:2 gegen Erzgebirge Aue – Norbert Meier freigestellt

Nach dem Abpfiff der Partie auch der Abpfiff für ihn, Norbert Meier (Foto: Thomas Füssler)

Nach dem Abpfiff der Partie auch der Abpfiff für ihn, Norbert Meier (Foto: Thomas Füssler)

Mittlerweile ist es amtlich. Norbert Meier ist nicht mehr Trainer des 1.FC Kaiserslautern. Der Verein gab am Morgen bekannt, dass der erst im Januar dieses Jahres verpflichtete Cheftrainer mit sofortiger Wirkung freigestellt wurde. Nach der desolaten Leistung am vergangenen Samstag in Sandhausen und der gestrigen Heimniederlage gegen den FC Erzgebirge Aue ein Schritt der sich spätestens nach dem Abpfiff und der erneut unterirdischen Mannschaftsleistung gestern Abend abgezeichnet hatte und von Norbert Meier wohl auch selbst so erwartet wurde. Mit zwei blitzsauberen erfolgreich abgeschlossenen Kontern zementierten die Veilchen gestern Abend den 1.FC Kaiserslautern auf dem letzten Tabellenplatz der zweiten Liga fest. Mit nur zwei Punkten aus bisher sieben Spielen, bei insgesamt nur drei selbst erzielten Treffern und einem Abstand von mindestens vier Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz, rangiert der FCK schon fast etwas abgeschlagen auf Platz 18 der Tabelle. Angesichts der auch gestern wieder dargebotenen fußballerischen Kost, dürfte die Sicht von Sportdirektor Boris Notzon ziemlich zutreffend sein, dass die Mannschaft sich bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg wird stemmen müssen. Weiterlesen

In jeder Hinsicht ein einziges Trauerspiel

Auch im sechsten Anlauf kann der FCK beim SV Sandhausen nicht gewinnen

Ratlosigkeit und bedröppelte Miene, Norbert Meier (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Ratlosigkeit und bedröppelte Miene, Norbert Meier (Foto: www.der-betze-brennt.de)

„Wir ham die Schnauze voll, wir ham die Schnauze voll…“ skandierten viele der fast 4.000 mitgereisten FCK-Fans nach dem Schiedsrichter René Rohde die gestrige Partie des 1.FCK in Sandhausen abgepfiffen hatte. Während der Rest der rot-weißen Fangemeinde mit fast gespenstischem Schweigen, einem Trauerzug gleich, das Stadion am Hardtwald verließ. Wenige Minuten vorher noch hätte der eingewechselte Lukas Spalvis mit einer sogenannten hundertprozentigen Chance per Kopf in der dritten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer markieren können, ja sogar markieren müssen (!), um so wenigstens noch einen Zähler einzusacken. Das alles nach einem nahezu seelenlosen Auftritt, in einem mehr als mäßigen Zweitligaspiel. Aber es sollte nicht sein. Bitter unterm Strich, dass die Kopfballchance der Lauterer die im Grunde einzige klare Chance über die gesamte Spielzeit darstellte. Ansonsten nach vorne Harmlosigkeit und Hilflosigkeit. So gesehen aus Lauterer Sicht bei der aktuellen Situation ein echtes Trauerspiel! Bitter auch, dass der FCK im nunmehr sechsten Anlauf in Sandhausen erneut als Verlierer vom Platz ging. Lediglich zwei Remis und ganze vier Niederlagen sind die traurige Bilanz der Roten Teufel auf der anderen Rheinseite. Weiterlesen

In letzter Sekunde aus dem Storchennest geflogen

Unglücklicher Last-Minute-Treffer beschert dem FCK dritte Auswärtsniederlage

Nackenschlag in letzter Sekunde. Müller kurz nach dem Siegtreffer der Kieler am Boden (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Nackenschlag ! Siegtreffer der Kieler in letzter Sekunde (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Fassungslosigkeit und Ratlosigkeit in den Gesichtern der Spieler, der Verantwortlichen und auch der Fans. Ein sicher geglaubtes Unentschieden auf fremdem Terrain ging gestern in der Partie bei Holstein Kiel in der dritten Minute der Nachspielzeit verloren. Mit der letzten Offensivaktion sicherten sich die Hausherren drei Punkte gegen einen Gegner, der mit einer besseren Chancenauswertung nie und nimmer als Verlierer hätte vom Platz gehen dürfen. Stipe Vucur fälschte Sekunden vor dem Abpfiff eine Hereingabe von der rechten Seite so unglücklich mit dem Fuß ab, dass der Ball als Bogenlampe Richtung Tor schwebte, sich über Marius Müller hinweg senkte und hinter dem sich streckenden Keeper im Netz landete. Der Schiedsrichter ließ erst gar nicht mehr anstoßen. So bitter kann Fußball sein! Aber letztlich haben es sich die Roten Teufel aufgrund der wieder einmal mageren Auswertung der eigenen Chancen selbst zuzuschreiben nun auch nach dem dritten Auswärtsauftritt der noch jungen Saison wieder ohne Punkte nach Hause fahren zu müssen. Weiterlesen

Gewonnen hatten nach dem Schlusspfiff alle

Benefizspiel in Oppau spielt rund 19.000 Euro für guten Zweck ein

Klein aber obenauf, Baris Atik beim Kopfball (Foto: 1.FC Kaiserslautern)

Klein aber obenauf, Baris Atik beim Kopfball (Foto: 1.FC Kaiserslautern)

Gut 2.000 Zuschauer waren am Donnerstag in den Ludwigshafener Stadtteil Oppau zum Sportgelände am Güterbahnhof gepilgert. Dort gastierte der 1.FC Kaiserslautern gegen den Landesligisten BSC Oppau. Wie schon 2015, als die Profikicker vom Betzenberg bei einem Benefizspiel eine stattliche Summe für die Opfer der Gasexplosion im Jahr 2014 einspielten. Auch in diesem Jahr stand ein wohltätiger Zweck im Mittelpunkt des sportlichen Kräftemessens. Der Erlös ging komplett an die Einrichtung „Mama/Papa hat Krebs“ der rheinland-pfälzischen Krebsgesellschaft, die sich um Kinder krebskranker Eltern kümmert. Bereits seit 2009 unterstützt der 1.FCK die Initiative im Rahmen seines Sozialprojektes „Betze-Engel“. Rund 19.000 Euro waren am Ende des Tages zusammengekommen, die unter den Ortsgruppen in Ludwigshafen und Kaiserslautern aufgeteilt werden. Weiterlesen

Nur eine Halbzeit lang Feuer unterm Dach

FCK sichert sich in einer starken zweiten Halbzeit einen Punkt gegen Braunschweig

Ebenfalls in Halbzeit zwei deutlich besser, Mads Albaek (Foto: Thomas Füssler)

Ebenfalls in Halbzeit zwei deutlich besser, Mads Albaek (Foto: Thomas Füssler)

Mancher wird sich vielleicht noch an die Worte von Norbert Meier nach Ende der letzten Saison erinnern. Man wolle in der kommenden Spielzeit wieder Akteure im Kader haben, die das Wesen des Betze-Fußball im Blut hätten. Nimmt man die zweite Halbzeit der Heimpartie des 1.FCK gegen Eintracht Braunschweig am vergangenen Montag, dann hat das Team dies unbestreitbar auch umgesetzt. Das war Kampf, Leidenschaft und Wille. Genauso, wie man es in Lautern sehen und fühlen will. Was noch fehlt, sind einerseits spielerische Klasse und auf der anderen Seite die Fähigkeit ein Spiel auch mal über 90 Minuten zu dominieren. Denn was die Roten Teufel in der ersten Halbzeit gegen überlegene Braunschweiger präsentierten, war beängstigend schwach. Erst kurz vor Ende des ersten Durchgangs kamen die Jungs sichtbar und messbar in einen Modus, der auch zu Torannäherungen und Chancen führte. In den fast 40 Minuten davor war es mitunter Marius Müller zu verdanken, dass der FCK zur Pause nicht schon deutlich zurücklag. An der Führung der Gäste in der 27. Minute konnte aber auch der glänzend aufgelegte Lauterer Keeper nichts machen. Weiterlesen

Fehlstart sorgt für erste Sorgenfalten

Der 1.FCK verliert auch die zweite Auswärtspartie der Saison ohne eigenen Treffer

Gestern besterMann im Trikot der Roten Teufel, Marius Müller (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Gestern bester Mann im Trikot der Roten Teufel, Marius Müller (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Auch nach dem dritten Spieltag der neuen Saison wartet der 1.FCK weiter auf seinen ersten Sieg in einem Punktspiel. In Düsseldorf unterlag die Mannschaft von Norbert Meier auch in der zweiten Auswärtspartie mit 2:0 bei Fortuna Düsseldorf. Obwohl der 1.FCK gut ins Spiel gekommen war, kompakt verteidigte, hoch stand und die Gastgeber in den ersten 10 Minuten so auch ziemlich beschäftigte, war spätestens mit dem Führungstreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff die Luft raus. Während Spieler und Verantwortliche nach wie vor um Geduld bitten, macht sich im Fanlager des 1.FC Kaiserslautern schon wieder erste Unruhe breit und zeichnen sich auch bereits erste Sorgenfalten ab. Wobei die Mannschaft die gestrige Partie teilweise recht selbstkritisch resümierte. Dennoch auch beschwichtigende Worte von Kapitän Daniel Halfar. Es gelte Ruhe zu bewahren, die Mannschaft benötige Rückhalt und Unterstützung. Weiterlesen

Pflichtsieg gegen trotzig tapferes Dorf eingefahren

Osayamen Osawe trifft beim 4:0 in Lübeck zweimal, Baris Atiks erstes Pflichtspieltor

Vor dem Anpfiff, Choreo im Lauterer Block (Foto: www.der-betze-brennt.de)

Vor dem Anpfiff, Choreo im Lauterer Block (Foto: www.der-betze-brennt.de)

DFB-Pokal-Auftritte sind für unterklassige Gegner mitunter ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, mindestens aber ein Saison-Highlight. Das war auch für den Erstrundengegner des 1.FC Kaiserslautern am gestrigen Samstag so. Der SV Eichede, der aus der Regionalliga Nord in die Oberliga Schleswig-Holstein abgestiegen war, fieberte seit Wochen auf die Partie gegen die Roten Teufel hin. Natürlich träumte man bei dem Club aus dem 850-Einwohner-Dorf von einer Pokal-Sensation, musste sich am Ende jedoch deutlich mit 4:0 geschlagen geben. Stürmer Osayamen Osawe traf dabei gleich zweimal und avancierte zum „Man of the Match“. Dabei boten die tapferen Amateure in einer phasenweise umkämpften Partie den Profis aus der Pfalz eine leidenschaftliche und engagierte Vorstellung. Auf der Gegenseite attestierte Norbert Meier nach Abpfiff der 90 Pokal-Minuten im Stadion Lohmühle in Lübeck dann auch nüchtern, „für uns ging es einzig ums Weiterkommen“. Das war nach dem fast peinlichen Erstrundenaus der Roten Teufel in der vergangenen Saison beim Drittligisten Hallescher FC (4:3 n.V.) auch bitter nötig. Noch einmal wollte man sich so eine Blöße nicht geben und unbedingt die zweite Runde erreichen. Weiterlesen

Farbe in Dein Leben bringen Du musst!!!

Graffiti-Künstler Daniel Ferino schafft beim 1.FCK optisches Highlight
Ausstellung
color up your life reflektiert Lebensgefühl des Künstlers

Letzte Feinheiten im Stadion, Daniel Ferino (Foto: MALTAG, Daniel Ferino)

Letzte Feinheiten im Stadion, Daniel Ferino (Foto: MALTAG, Daniel Ferino)

Es war sicher eines der Highlights beim diesjährigen Stadionfest des 1.FC Kaiserslautern. Der Verein präsentierte den neu gestalteten Spielertunnel im Fritz-Walter-Stadion und die Besucher staunten nicht schlecht. Der Wormser Graffiti-Künstler Daniel Ferino (31), selbst eingefleischter und glühender FCK-Fan, hatte in mehrtägiger akribischer Arbeit die bisher schlichten Wände im Kabinenbereich des Stadions mit aufregenden, symbolträchtigen und lebendigen Graffiti-Bildern in eine optische Erlebniswelt verwandelt.

Einmal von Heim- und Gästekabine bis zur Mixed Zone auf der einen Seite. Dann in die andere Richtung entlang des Spielertunnels, der neben der Video-Wand bei der Westtribüne zum Spielfeld führt. Ein seit mehr als 10 Jahren gehegter Wunsch des jungen Familienvaters ging damit in Erfüllung, der in der Vergangenheit schon mehrfach aus formalen oder gar juristischen Gründen gescheitert war. Oder einfach am fehlenden Willen der verantwortlichen Akteure beim FCK . Weiterlesen

…devor un hinnenooch – Randnotizen vom Darmstadt-Spiel

Queer Devils gleich zweimal im Vorprogramm – Lampenfieber bei Torwand-Gewinnern

Die stolzen Sieger des Torwandschießens beim Stadionfest (Foto: Thomas Füssler)

Die stolzen Sieger des Torwandschießens beim Stadionfest (Foto: Thomas Füssler)

Immerhin 30.786 Zuschauer sahen am vergangenen Freitag das erste Heimspiel des 1.FC Kaiserslautern gegen Absteiger SV Darmstadt 98. Dabei hatte der 1.FCK noch am vergangenen Mittwoch bei seiner Pressekonferenz gemeldet, dass bis dahin lediglich knapp 23.000 Tickets abgesetzt werden konnten. Ein eher mageres Vorverkaufsergebnisse knapp zwei Tage vor Anpfiff. Die Verantwortlichen wird’s gefreut haben, dass dann doch so viele den Weg hinauf auf den Betzenberg gefunden haben. Dass noch so viele Last-Minute-Besucher den Weg ins Stadion fanden, mag auch an der intensiven Bewerbung des „print-at-home“-Ticket gelegen haben. Einfach und unkompliziert zuhause die Eintrittskarte ausdrucken und los geht’s! Viele der erwartungsfrohen Zuschauer erwartete dann jedoch schon mit Öffnung der Stadiontore eine erste Ernüchterung. Die neue Drehkreuz-Technologie mit den Kartenlesegeräten verweigerte vor allem bei den neu ausgegebenen Dauerkarten ihren Dienst. Die Tickets wurden von den Lesegeräten nicht erkannt und verweigerten den Zutritt. Weiterlesen

Mit Leidenschaft und Kampf ein Feuer entfacht

Der 1.FCK lässt in hart umkämpfter Partie gegen Darmstadt zwei Punkte liegen

Erntete Zuspruch und schenkte Vertrauen zurück, Marius Müller (Foto: Thomas Füssler)

Erntete Zuspruch und schenkte Vertrauen zurück, Marius Müller (Foto: Thomas Füssler)

Nach der enttäuschenden Auftaktniederlage in Nürnberg, gelang dem 1.FCK am gestrigen Abend zumindest teilweise eine Wiedergutmachung. Immerhin 30.768 Besucher sahen eine umkämpfte Partie mit wenig spielerischen Glanzpunkten auf beiden Seiten. Dafür rassige Zweikämpfe, körperlichen Einsatz und vor allem auf Seiten der Roten Teufel unbändige Leidenschaft! Die entfachte auch auf den Rängen eine phasenweise feurige Kulisse. Der Betzenberg versprühte wieder einmal einen Hauch seiner legendären Atmosphäre. Die auf dem Rasen defensiv ausgerichtete Anfangsformation von Norbert Meier mag nicht jedem gefallen haben. Trotzdem hat der Spielverlauf gezeigt, dass es zumindest ein brauchbares Mittel war, dem favorisierten Bundesligaabsteiger soweit in die Suppe zu spucken, dass die Mannschaft von Thorsten Frings über weite Strecken ihre spielerischen Qualitäten nicht entfalten konnte. Die Truppe um Kapitän Daniel Halfar deutete indessen an, dass noch jede Menge Potentiale in ihr schlummern. Dass dieses Team mit seinen zahlreichen Neuzugängen noch einen Reifeprozess vor sich hat, bei dem am Ende neben kämpferischen Tugenden auch spielerische Akzente stehen könnten. Weiterlesen